Wie können Goldhamster ausreißen?

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, nutzen Goldhamster die Möglichkeit, in die Freiheit zu entfliehen. Häufige Ursachen für das Ausreißen sind offen gelassene oder nicht richtig verschlossene Käfigtüren. Einige Tiere nutzen außerdem den Freilauf im Zimmer zur Flucht und wollen nicht wieder zurück in ihr Gehege.

Zudem gibt es regelrechte Ausbrecherkönige unter den Hamstern. Keine Käfigtür ist vor ihnen sicher und es gelingt ihnen immer wieder, diese zu öffnen. In dem Fall hilft nur noch, ein kleines Vorhängeschloss anzubringen.

Vorräte im Zimmer

Hamster nutzen jede Möglichkeit für schlechte Zeiten vorzusorgen, auch beim Freilauf in der Wohnung. So braucht man sich nicht zu wundern, wenn man beim Verrücken der Möbel riesige Körnerberge dahinter vorfindet.

Was tun, wenn Goldhamster ausreißen?

Ist der kleine Nager ausgerissen, gilt es, die Ruhe zu bewahren und ihn nicht durch die Gegend zu jagen. Das würde die Situation nur verschlimmern, da er Angst bekommt und das Vertrauensverhältnis zum Pfleger zerstört werden kann.

Wenn man den Hamster noch sieht, kann man versuchen, ihn in eine schützende Behausung zu locken. Dafür eignen sich schmale viereckige Kartons, zum Beispiel für Flaschen. Es ist meist effektiver, die Pappe hinter dem Goldhamster zu platzieren und die Hand von vorn an ihn heranzuschieben. Mit etwas Glück dreht er sich um und versucht, sich im Karton zu verstecken.

Ist der Nager zahm und rennt nicht panisch davon, hilft es manchmal auch, ihn am Boden großzügig mit dem Armen zu umzingeln. Anschließend redet man ihm gut zu und kreist ihn ganz behutsam immer enger ein, bis man ihn in die Hand nehmen kann.

Fenster schließen bei Freigängern

Wenn der Goldhamster in der Wohnung herumläuft, ist es besser, die Fenster zu schließen. Es scheint unmöglich, aber es ist tatsächlich schon vorgekommen, dass es einige geschickte Kletterer bis auf eine hohe Fensterbank geschafft haben. Die Gefahr, aus dem Fenster zu stürzen, ist durchaus gegeben.

Wenn der Hamster spurlos verschwunden ist

Hamster verstecken sich häufig hinter der Schrankwand, dem Sofa oder anderen dunklen Ecken, die schwer zugänglich sind. Dort schlafen sie dann meist den ganzen Tag lang und kommen erst am späten Abend heraus. In dem Fall ist es etwas schwieriger, den kleinen Ausreißer wieder einzufangen. Unmöglich ist es jedoch nicht.

Leckerlis auf Tellern im Zimmer verteilen

Um herauszufinden, wo sich der Hamster aufhält, können in allen vier Ecken Teller mit Leckerlis aufgestellt werden. Wenn man weiß, in welchem Zimmer er sich befindet, genügt es, das Futter nur in diesem Raum auszulegen und die Tür zuzumachen.

Könnte der Goldhamster überall sein, muss die ganze Wohnung bestückt werden. Am besten schließt man alle Türen, damit er über Nacht nicht das Zimmer wechseln kann.

Leckerlis abzählen

Ratsam ist es zudem, die Leckerbissen abzuzählen und beispielsweise sechs Sonnenblumenkerne auf jeden Teller zu legen. So sieht man stets auf dem ersten Blick, wo der kleine Ausreißer genascht hat.

Sobald man herausgefunden hat, in welchem Raum er sich aufhält, kann eine Falle aufgestellt werden. Effektiv haben sich Lebendtierfallen aus dem Zoofachhandel bewiesen. Das Futter wird hier im hinteren Teil ausgelegt. Wenn der Hamster hineinkriecht, läuft er über eine Bodenplatte. Diese wiederum löst das Zufallen der Klapptür aus und das Tier ist eingesperrt.

Einsatz einer selbstgebauten „Falle“

Es besteht auch die Möglichkeit, eine eigene Falle aus einfachen Mitteln zu basteln:

  • Ein Eimer, aus dem der Hamster nicht herausspringen kann, wird mit Einstreu aus dem Gehege und Leckerlis bestückt
  • Anschließend wird ein Brett so angebracht, dass das Tier hinaufklettern kann.
  • Wichtig ist es, den Boden schön auszupolstern, damit es sich nicht verletzen kann!
  • Besteht die Möglichkeit, den Eimer die ganze Zeit im Auge zu behalten, kann auch ein zweites Brett vom Rand zum Eimerboden führen.
  • Ist der Hamster in die Falle getappt, werden die Rampen einfach entfernt.
  • Alternativ kann auch ein Geschirrtuch über den Eimer gelegt und mit Futter belegt werden. So fällt der Hamster weich und behutsam mitsamt dem Stoff in den Eimer.

Keine Bestrafung

Wenn der kleine Racker nach dem Ausreißen wieder eingefangen ist, darf er nicht bestraft werden. Er wird nicht verstehen, was er falsch gemacht hat und sich stattdessen gegen seinen Pfleger aus Angst wehren.

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