Allgemeine Informationen über den Goldhamster

Farben

Der Goldhamster hat in seiner Wildform einen rotbraunen Rücken und einen weißen Bauch. Daher bekam der Nager seinen Namen, obwohl er heute in mehreren Farbvarianten existiert. Den putzigen Gesellen mit den Knopfaugen gibt es in verschiedenen Farben, zum Beispiel als:

  • Schecke
  • ganz in Schwarz
  • in dreierlei Farben

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Größe, Gewicht und Sinne

Der Goldhamster kann bis zu 18 cm groß werden und bis zu 180g wiegen. In der Regel sind die Männchen leichter als die Weibchen. Die Sehfähigkeit des Hamsters ist nicht sehr ausgeprägt, dafür aber sein Geruchssinn. Dieser ist nötig, um sich gegenseitig beim Beschnuppern zu erkennen. Zudem hat das Tier ein sehr gutes Gehör und kann Laute im Ultraschallbereich abgeben. So können die Jungen nach ihrer Mutter rufen, ohne von Raubtieren wahrgenommen zu werden.

Einzelgänger

Goldhamster sind strikte Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarungszeit!

Herkunft und Lebensraum

Informationen zum natürlichen Verbreitungsgebiet

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Goldhamsters beschränkt sich auf den nördlichen Teil Syriens sowie den Süden der Türkei. Ursprünglich lebte der Nager vorwiegend in Steppengebieten, fühlt sich heutzutage aber hauptsächlich auf Feldern wohl. In seiner Heimat muss er mit großen Temperaturschwankungen zurechtkommen. Tagsüber klettert das Thermometer häufig auf über 30°C und sinkt in der Nacht auf bis zu 5°C herunter. Zudem herrscht in den Sommermonaten eine Trockenheit, sodass der Goldhamster die meiste Zeit in seinem Bau unter der Erde verbringt. Diesen hat er in guten Zeiten ausreichend mit Futter gefüllt, um sein Überleben zu sichern.

Der Goldhamster als Heimnager

Der Einzug des Nagers als Heimtier begann 1930, als Arbeiter unter der Leitung des israelischen Professors Aharoni eine Hamstermutter mit elf Welpen einfingen. Von den Tieren, die an Universitäten, Labors und Zoos verschickt wurden, überlebten nur ein Weibchen und drei Männchen. Von dieser Geschwisterbeziehung stammen alle Goldhamster ab, die heutzutage von Liebhabern gehalten werden.

Ernährung des Goldhamsters

Ernährung in der Natur

In der freien Natur ernährt sich der Goldhamster vor allem von:

  • Getreide, Kräutern und Gräsern
  • Insekten und Larven

Diese spürt er beim Wühlen im Boden auf und sie bereichern seinen Speisezettel. Zudem benötigt er das tierische Eiweiß, um während der nahrungsarmen Monate fit zu bleiben.

Ernährung in menschlicher Obhut

In menschlicher Obhut werden die Tiere hauptsächlich mit fertigen Trockenfuttermischungen versorgt. Da es nicht immer möglich ist, frische Gräser anzubieten, kann dem Hamster auch Heu gegeben werden. Das nötige Protein liefert Lebendfutter. Mehlwürmer, Grillen, aber auch Fliegen und Maden sind heiß begehrt. Alternativ kann ein Klecks Joghurt angeboten werden. Diesen schlecken zahme Hamster sogar vorsichtig vom Finger ab. Wasserhaltiges Gemüse wie Gurke hilft, den relativ geringen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Goldhamster lieben außerdem Eisbergsalat, der täglich als Saftfutter im Gehege liegen darf. Äpfel, Möhren und Löwenzahn werden ebenfalls gern angenommen.

Hier nochmals ein Überblick:

  • fertige Trockenfuttermischungen
  • Heu
  • Lebendfutter, wie Mehlwürmer, Grillen, Fliegen und Maden
  • ein Klecks Joghurt
  • Gurke, Eisbergsalat, Äpfel, Möhren, Löwenzahn

Essensreste entfernen

Wichtig ist jedoch, die nicht gefressenen Reste regelmäßig zu entfernen, um das Tier vor verdorbenem Futter zu schützen!

Fortpflanzung des Goldhamsters

In der Natur

Goldhamster sind sehr fruchtbare Tiere und können dreimal im Jahr einen Wurf mit bis zu 14 Welpen zur Welt bringen. In der freien Natur kommen die Nager im März aus ihrem Bau, um auf Partnersuche zu gehen. Die Männchen sind hierbei ein wenig aktiver und laufen die Nester der Weibchen ab, um eine fortpflanzungswillige Hamsterdame zu finden.

Fortpflanzung im Käfig

Wer zuhause Goldhamster züchten möchte, sollte stets das Männchen zum Weibchen in den Käfig setzen und sein tierisches Pärchen gut beobachten. Ihre Bereitwilligkeit zeigt sie mit einem gebogenen Rücken und gehobenem Hinterteil an. Bleibt diese Aufforderung aus, bricht ein blutiger Kampf aus, bei dem meist die Männchen den Kürzeren ziehen. Deswegen sollten die Tiere bei den ersten Beißereien sofort getrennt werden. Wenn es dagegen mit der Liebesbeziehung klappt, verstehen sich die Beiden die ganze Nacht bestens.

Nach einer kurzen Tragezeit von 16 Tagen gebärt das Weibchen durchschnittlich zwischen fünf und zehn Jungen. Diese kommen nackt und blind zur Welt. Es dauert ungefähr drei Wochen, bis die Kleinen selbstständig sind.

Trennung der Goldhamsterbabies von der Mutter

Da die kleinen Goldhamster nach ein bis zwei Monaten von der Mutter getrennt und einzeln gehalten werden müssen, ist es ratsam, sich vor der Zucht Gedanken über den Verbleib der Hamster zu machen!

 

Besonderheiten des Goldhamsters als Heimtier

Bei häufigem Kontakt mit Menschen wird vor allem der wildfarbene Goldhamster schnell zahm. Er ist auch etwas ruhiger als beispielsweise der quirlig, hektische Roborowski-Zwerghamster und daher für Anfänger gut geeignet. Allerdings ist er wegen seiner Nachtaktivität und seines großen Bewegungsdrangs kein Streicheltier und somit kein Spielkamerad für kleine Kinder.

Aufgrund seiner Körpergröße ist der Goldhamster bei älteren Tierliebhabern ab zehn Jahren als pflegeleichtes Haustier und erster Einsteiger zur Übernahme von Verantwortung dennoch gut aufgehoben. Er lässt sich schneller aus seinem Nest holen und berühren als seine kleineren Artverwandten. Dagegen sind vor allem Campbell-Zwerghamster teilweise sehr bissig und nicht für unerfahrene Halter empfehlenswert.

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt zwei bis drei Jahre!

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