Goldhamsterbabys kontrollieren

Wenn die kleinen Goldhamsterbabys geboren sind, ist es durchaus möglich, einen neugierigen Blick ins Nest zu werfen, um zum Beispiel die Größe des Wurfes herauszufinden. Empfehlenswert ist daher ein Häuschen mit Dach.

Um ungestört nachzuschauen, ob es den Kleinen gut geht und wie sie sich entwickeln, wartet man am besten, bis die Mutter ihre Essstelle aufsucht. Zusätzlich kann sie auch mit einem Leckerli aus dem Häuschen gelockt werden.

Allerdings ist es empfehlenswert, sich nicht allzu viel Zeit zu nehmen. Wenn die Welpen nach ihrer Mutter rufen, muss dies nicht unbedingt hörbar sein. Sie können Laute im Ultraschallbereich abgeben, die für Menschen nicht hörbar sind. Dadurch sind sie in der Natur besser geschützt, da so keine Raubtiere auf sie aufmerksam werden.

Einige zahme Hamsterweibchen gehen relativ gelassen damit um, wenn sich der Pfleger den Jungen nähert. Auf einen Versuch sollte man es dennoch nicht ankommen lassen, wenn man keinen blutigen Finger riskieren möchte.

Viel Flüssigkeit anbieten

Durch das Säugen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf. Die Goldhamsterdame benötigt daher viel Frischfutter und ausreichend sauberes Trinkwasser.

Entwicklungsschritte der Goldhamsterbabys

Die Goldhamsterbabys kommen ohne Fell und blind auf die Welt. Sie entwickeln sich jedoch rasant.

hamsterbabies

1. Tag: Ein neu geborenes Goldhamsterbaby ist rosa, hat verklebte Lider, wiegt etwa um die 2,5 g und ist gerade mal zwischen 2 cm und 3 cm klein.

2. Tag: Die Haut färbt sich dunkler und die Pigmentierung fängt an.

3. und 4. Tag: Das Fell beginnt bereits zu wachsen und der kleine Körper ist mit Flaum bedeckt. Die zukünftige Farbe des Tieres lässt sich ebenfalls schon erahnen

5. Tag: Der Geruchssinn entwickelt sich. Die Welpen sind in der Lage, ihr Nest an dem typischen „Familienduft“ zu erkennen.

6. Tag: Die Jungen beginnen, sich mit ihren Vorder- und Hinterbeinen fortzubewegen. Dies ähnelt etwa dem Krabbeln eines Kleinkindes beim Menschen.

7. Tag: Einige Hamsterbabys schaffen es bereits, den Bau zu verlassen. Dieses Abenteuer ist jedoch meist nur von kurzer Dauer. Die Mutter packt die Kleinen im Genick und schleppt sie zurück in das Nest. Die Welpen sind zudem in der Lage, das Köpfchen anzuheben und die erste fest Nahrung zu sich zu nehmen.

8. Tag: Die Lidspalte ist sichtbar. Das zeigt, dass sich die Augen gut entwickeln.

9. Tag: Die Kleinen knabbern nun schon vermehrt an den Körnern, die auch ihre Mama frisst. Ihr Gewicht liegt mittlerweile bei etwa 10 g.

10. und 11. Tag: Häufigere Versuche, sich aus dem Nest zu wuseln. Manchmal passiert es nun, dass sich Mama gar nicht erst die Mühe macht, die kleinen Ausreißer zurückzuholen. Doch keine Angst, sie finden allein zurück ins kuschelige Zuhause.

12. Tag: Die kleinen Hamster probieren sich aufzurichten, indem sie die Hinterbeine unter den Bauch ziehen.

13. und 14. Tag: Die Augen sehen aus wie kleine Schlitze. Ein Zeichen dafür, dass sie sich zu öffnen beginnen. Dieser Prozess ist in etwa 2,5 Wochen abgeschlossen.

15. und 16. Tag: Die Hamsterchen beginnen sich selbstständig zu putzen. Sie können auch ihre Backentaschen allein füllen und entleeren. Sie spielen miteinander, laufen überall im Käfig umher und fressen gemeinsam mit der Mutter am Futternapf.

Nach drei Wochen stellt das Hamsterweibchen bereits die Produktion der Muttermilch ein. Die Jungen ernähren sich jetzt ausschließlich von fester Nahrung. Nach vier Wochen sind sie selbstständig und kommen ohne ihre Mutter zurecht.

Trennung von Mutter und Geschwistern

Die Jungen können nach vier Wochen in ein eigenes Heim ziehen. Das ist jedoch noch nicht unbedingt notwendig. Nach spätestens sechs Wochen sollte es allerdings geschehen. Zudem ist es ratsam, die Geschwister auseinanderzusetzen.

Die Tiere sind mit ca. sechs Wochen bereits geschlechtsreif und könnten sich untereinander paaren. Außerdem kommt es oft vor, dass sie sich nach dem Ende der Kindheit nicht mehr verstehen und sich gegenseitig attackieren.

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