Geringe Lebeserwartung

Ein Goldhamster hat eine geringe Lebenserwartung von 2 bis 3 Jahren. Deshalb muss man sich relativ schnell darauf einstellen, Abschied von seinem kleinen Liebling zu nehmen.

Einen alten Hamster erkennen

Wenn man das Geburtsdatum seines Hamsters nicht kennt, kann es schwierig werden, sein genaues Alter zu ermitteln. Es gibt jedoch einige Anzeichen für ein Tier, das sich in der letzten Hälfte seines Lebens befindet. Dazu gehören:

  • Der Hamster lässt sich weniger außerhalb seines Häuschen sehen
  • Er bewegt sich langsam und schwerfällig
  • Bei seinem Freigang hat der Hamster nicht mehr großes Interesse, Neues zu erkunden
  • Er frisst weniger und schläft mehr
  • Sein Fell sieht struppiger aus
  • Die Wirbelsäule krümmt sich
  • Der Goldhamster verliert an Gewicht und wirkt geradezu knochig

Wird das Tier bereits über einen längeren Zeitraum gepflegt, kann man davon ausgehen, dass sein Lebensabend naht und man bald Abschied nehmen muss.

Tierarzt bei Unsicherheit

Bei Unsicherheiten ist es jedoch besser, einen Tierarzt aufzusuchen. Immerhin können diese Merkmale auch auf eine Krankheit hinweisen.

Einen alten Hamster versorgen

Ein alter Goldhamster benötigt keine große Umstellung, was seine Versorgung betrifft. Auf eine ausgewogene Ernährung muss allerdings nicht mehr ganz so streng geachtet werden. Wenn es ein Leckerli gibt, das der kleine Nager besonders liebt, kann ihm dies öfter gegeben werden.

Da der Hamster zudem nicht mehr so agil ist, sollte dafür gesorgt werden, dass die Einrichtung des Käfigs keine steilen Treppen und nur noch wenige Etagen aufweist.

Vor allem das Futter und die Trinkflasche müssen leicht erreichbar sein! Außerdem ist auch nicht mehr so viel Auslauf notwendig. Ein altes Tier zeigt nämlich wenig Interesse daran, Neues zu erkunden. Stattdessen möchte es lieber seine Ruhe haben. Daher ist es wichtig, sie ihm zu gönnen.

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Alter Hamster braucht Ruhe

Um einen älteren Hamster nicht unnötig zu stressen, ist es ratsam, ihn weniger anzufassen und sich auf das Beobachten zu reduzieren.

Zeit zum Abschied nehmen

Man kann es nie genau sagen, aber es ist anzunehmen, dass die meisten Hamster friedlich einschlafen. Einige Tiere erkranken jedoch im hohen Alter. Das Immunsystem schwächelt, Tumore entstehen oder die Verdauung funktioniert nicht mehr richtig.

Bei dem Eindruck, dass der Nager sich quält, ist es empfehlenswert, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen. Er wird entscheiden, ob es besser ist, den Kleinen einschläfern zu lassen.

Der gestorbene Hamster darf im Garten oder an einer beliebigen Stelle auf dem eigenen Grundstück begraben werden. Wichtig ist jedoch, dass das Loch mindestens 50 cm tief ist. So wird verhindert, dass Hunde oder andere Tiere den Nager wieder ausbuddeln.

Kindern Gelegenheit zum Trauern und Abschied nehmen geben

Gerade für Kinder ist es von enormer Bedeutung, sich richtig von dem geliebten Tier zu verabschieden. Eine kleine Beerdigungszeremonie kann bei der Trauerbewältigung helfen. Außerdem ist eine Grabstelle, die besucht und gepflegt werden kann, wichtig.

Bevor man einem Kind einen neuen Hamster kauft, sollte etwas Zeit vergehen. So wird verhindert, dass der junge Pfleger das Tier für ein austauschbares Subjekt hält.

Reinigung des Käfigs nach dem Abschied

Nach dem Abschied sollte das Gehege gründlich gereinigt werden. Dafür genügt heißes Wasser zum Abwischen. Anschließend beseitigt ein desinfizierendes Reinigungsmittel aus der Zoofachhandlung die letzten Keime.

Wenn der Goldhamster allerdings krank war oder die Todesursache unklar war, sollten unversiegelte Holzteile sicherheitshalber nicht wieder verwendet, sondern entsorgt werden. So wird ausgeschlossen, dass Parasiten oder Krankheitserreger ein anderes Tier befallen.

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